Tuesday, 7 September 2010

Gute Berufsaussichten in der MedTech-Branche, aber der Nachwuchs fehlt

Die Berufsaussichten in der Medizintechnologie-Branche sind sowohl für Ingenieure als auch für Fachkräfte im Allgemeinen ausgezeichnet. So haben 96 Prozent der Unternehmen derzeit offene Stellen. Es gibt allerdings zunehmend Probleme, diese adäquat zu besetzen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Bundesverbandes Medizintechnologie, BVMed, bei seinen Mitgliedsunternehmen. Bedrohlich für den Innovationsstandort Deutschland sei allerdings, dass insbesondere im Bereich Forschung und Entwicklung der Nachwuchs fehle.

In einer aktuellen Online-Umfrage des BVMed, an der sich 94 Unternehmen aus der Medizinprodukteindustrie beteiligten, gaben 94 Prozent an, die Berufsaussichten für Ingenieure seien gut bis sehr gut. Bei Fachkräften lag der Wert sogar bei 98 Prozent. Offene Stellen gibt es vor allem im Vertrieb (66 der 94 Unternehmen), in Marketing und Kommunikation (35), Key Account Management (27) und Forschung & Entwicklung (24). Nur 4 Prozent der Unternehmen gaben an, derzeit keine offenen Stellen zu haben.
91 Prozent der Unternehmen haben allerdings zunehmend Probleme, offene Stellen zu besetzen. Das betrifft vor allem den Vertrieb, aber auch das Key Account Management und die Forschung. Defizite in der Schulausbildung sehen die MedTech-Unternehmen vor allem bei den Fremdsprachen sowie im Bereich Mathematik/Physik.
Knapp zwei Drittel der Unternehmen sind der Ansicht, dass eine Modernisierung der Qualifizierung im medizinisch-technischen Bereich dringend erforderlich ist, um mit dem Innovationstempo der MedTech-Branche Schritt halten zu können. Die medizintechnische Ausbildung müsse interdisziplinärer werden und die Bereiche Medizintechnik, IT und Krankenhausprozesse umfassen (79 Prozent Zustimmung). Eine größere Rolle sollten zudem betriebswirtschaftliche Kenntnisse und Vermarktungsstrategien spielen.

Yvonne Klopping. 

http://www.medtechinsider.de/?p=3914

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